Am Pfingst Wochenende fand ja der Endurance Day 2012, das 24 std Enduro am Eurospeedway Lausitz statt. Leider hat sich Steven Hausdörfer, einer unserer vier Fahrer am 17.Mai das Handgelenk beim Training ausgekugelt und musste daher verletzungsbedingt ausscheiden, stand uns aber tatkräftig als Stratege und Taktiker zur Verfügung da er unser erfahrenster Mann in Sachen Endurance Day ist mit drei Teilnahmen. Somit waren wir auf der Suche nach einem Ersatz Fahrer und den fanden wir auch mit Tobias Wittek, einem auch erfahrenen Mann in Sachen Endurance Day. Unser Team stand nun fest, die Fahrer waren somit Lukas Weis, Marko Koch, Tobias Wittek und Thomas Weis. Es ist schon anstrengend genug 24 Std zu fahren aber die Strecke, die Bedingungen und Umstände sollten es uns noch zusätzlich erschweren. Ich startete als erster Fahrer das Rennen und durfte gleich nach dem Start erfahren das es ein sehr anstrengendes und anspruchsvolles Rennen werden würde. Als wirin den Wald einbogen fuhr ich schon durch eine Riesen Staub Wolke und musste feststellen das die Strecke schon ziemlich kaputt gefahren war von den Quads die 12 std lang vor uns gefahren waren, zudem war der Boden sehr sandig, was das ganze nicht unbedingt leichter machte. Ich konnte beim ersten wechseln an Marko Koch das Motorrad übergeben als wir an der zweiten Position lagen. Marko fuhr auch seinen Durchgang sehr sauber und souverän durch und übergab das Motorrad dann an Thomas Weis, dieser stürzte leider in der ersten Runde bei der Sonderprüfung über die Autoreifen und dabei viel das Motorrad unglücklich auf seinen rechten fuss. Er fuhr aber unter Schmerzen noch die zweite Runde bevor er an Tobias Wittek übergab als wir durch den Sturz auf die vierte Position zurück fielen. Thomas wurde dann mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht um seinen Fuss röntgen zu lassen, da ein Verdacht auf eine Mittelfuss Fraktur bestand. Glücklicherweise bestätigte sich der Verdacht nicht, als er um 21 Uhr wieder an die Strecke kam, doch leider mussten wir die Taktik dann komplett. Ich fuhr als erster Fahrer bei Nacht und es war so schwierig, durch den Staub konnte man überhaupt nichts sehen. Man kann es sich so vorstellen, man fährt nachts mit dem Auto bei dichtem Nebel und blendet das Fernlicht auf und dann sieht man gar nichts ausser eine weisse Wand und so war es auch bei uns. Daher entschied ich meinen Bruder Thomas nachts nicht fahren zu lassen, da er starke Schmerzen im Fuss hatte und kaum laufen konnte und die Sicht so schlecht war und schon viele Spurrillen ausgefahren waren das es für ihn nicht möglich war zu fahren. Somit fuhren wir die nacht das heisst ca.8std nur zu dritt was uns sehr viel physische kraft und vor allem psychische Kraft gekostet hat. Doch wir konnten nachts sogar zu dritt noch Zeit gut machen und rutschten vom vierten auf den zweiten Platz nach vorne. Als es morgens um halb sechs sechs hell wurde, waren wir aber Kräfte technisch sehr angeschlagen aber noch viel schlimmer sah es psychisch aus, wir waren motivations technisch im Keller, obwohl wir auf dem zweiten Platz lagen weil wir nicht mehr als ca. 1 std geschlafen hatten und nicht wussten ob Thomas mit seinem Fuss doch noch fahren konnte. Doch wir nahmen alle Kraft zusammen und pushten uns gegenseitig noch mal richtig hoch. Als Thomas sich dann gegen sechs Uhr morgens anzog und meinte er würde es probieren waren wir zuerst skeptisch, doch es klappte ziemlich gut trotz Schmerzen und somit waren wir alle sehr erleichtert, das wir das Rennen zu viert zu Ende fahren konnten weil wir es zu dritt wohl nicht geschafft hätten. Zwischen zeitlich fielen wir durch Fahrfehler wieder auf den vierten Platz zurück, dann fuhren wir wieder auf den dritten Platz vor. Es war ein sehr spannendes Rennen und wir schafften es an die führenden bis auf 5 min Rückstand ran zu fahren, doch dann bekamen wir eine nicht gerechtfertigte Zeitstrafe von 10 min wegen angeblich zu schnellem fahren in der Boxengasse, was aber nicht der Fall war, da jeder von uns nicht schneller als Schrittgeschwindig gefahren war. Diese Strafe warf uns wieder zurück und die dritt platzierten kamen dadurch sehr nah an uns heran. Vor der Zeitstrafe waren wir schon bis auf eine Minute an die führenden heran gefahren.Leider kostete uns diese Zeitstrafe den Sieg, da wir mit 9 Minuten Rückstand als zweitplatzierte auf die erstplatzierten ins Ziel kamen. Doch wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis und hoffen Beta würdig vertreten zu haben. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt der 24 Stunden ein Problem mit dem Motorrad, wir mussten nur beim Boxenstop nachtanken und den Luftfilter wechseln ansonsten lief das Motorrad wie am Schnürchen trotz der hohen Beanspruchung der Strecke mit viel Staub und Sand.